Mit dem nächsten Release von Nexus, der Software zur Verbuchung von eCommerce Daten, liefern wir erstmals ein Produkt aus, das mit künstlicher Intelligenz (KI) arbeitet.

KI und Machine-Learning sind Themen, die derzeit in aller Munde sind.

Befasst man sich damit genauer, kommt man sehr schnell zu der Einsicht, das das Machine-Learning
- die vorwiegend eingesetze Form der KI im Bereich des kaufmännischen Rechnungswesens -
doch nicht so schlau ist, wie einem viele Softwarehersteller glaubhaft machen wollen.

Die Machine-Learning-Systeme funktionieren so, dass anhand von Altfällen sogenannte Modelle trainiert werden. Das Training der künstlichen Intelligenz besteht darin, spezielle Muster in den antrainierten Altfällen zu erkennen. Nach einiger Zeit kann ein solches Modell dann mit neuen Daten „gefüttert" werden und liefern jetzt im Idealfall die richtigen Ergebnisse automatisiert.

Beispiel: Sie „zeigen" der KI 1000 Eingangsrechnungen und die daraus erzeugten Buchungssätze. Das Machine-Learning versucht nun ein Muster zu erkennen, wie das Verbuchen der Eingangsrechnungen auszusehen hat. Die 1001ste Rechnung soll die KI dann selbst verbuchen.
Genau hier liegt das Problem: Wenn die 1001ste Rechnung in das Muster der trainierten Fälle passt, stimmt auch das Ergebnis. Ist der Fall nicht bekannt, wird die KI trotzdem versuchen, diese Rechnung nach dem erlernten Muster zu verbuchen.

Somit liefert die KI entweder kein Ergebnis - oder ganz schlimm: ein falsches!

Die KI in Form des Machine-Learnings hat an dieser Stelle ganz klare Grenzen: Sie kann Informationen einordnen und bewerten, aber keine Entscheidungen treffen. Sie erahnen die Konsequenz. Jeder von der KI erzeugte Buchungsvorschlag muss nachprüfen werden. Außerdem stellt sich sie Frage: Brauche ich eine Künstliche Intelligenz, die mir sagt wie eine Verbuchung auszusehen hat? Oder eine KI, die nach klaren Regeln eine Verbuchung sauber durchführt?

Hier kommt unsere kristalline (d.h. nicht weiterlernende) KI ins Spiel. Sie kann durch eine entsprechende Logik Expertenwissen aufnehmen, sowie falsche Sachverhalte erkennen. Eine Nachjustierung ist nur dann erforderlich, wenn sich dieses Wissen ändert - nicht, wenn sich die Daten ändern!

Dekodi hat vor mehr als 5 Jahren mit der Entwicklung einer eigenen künstlichen Intelligenz (Projektname IMPERIA) begonnen. Ursprünglich sollte IMPERIA dazu dienen, Bankauszüge aus Onlinehandelsunternehmen den entsprechenden Rechnungen zuzuordnen.
Das Problem, dass in einem Verwendungszweck alles Mögliche drinstehen und ein Betrag an einem Tag dutzendfach vorkommen kann, hat vor allem in der OP-Buchhaltung massive Konsequenzen. Eine falsch zugeordnete Bankzahlung führt zu einer zeitraubenden Suche und Nachbearbeitung beim Abstimmen der Offenen-Posten-Buchhaltung.

Die von dekodi nun ausgerollte Künstliche Intelligenz folgt einem anderen Prinzip.
Sie kann neben einer möglichst genauen Zuordnung der Bankauszugpostitionen zu den entsprechenden Rechnungen gleichzeitig sicherstellen, dass auf keinen Fall eine verheerende Falschzuordnung stattfindet. Das ist uns gelungen und wir sind sehr stolz darauf.

Für diejenigen Leser, die sich mit dem Thema KI eingehender beschäftigen, einige Details zu unserer KI Lösung IMPERIA:

  • IMPERIA ist vollgenerisch (vom Einzelfall losgelöst, kann grundsätzlich auf jedes Erkennungs- und Zuordnungsproblem angesetzt werden)
  • IMPERIA arbeitet nach Prinzipien der Neurobiologie (Exzitatorische und inhibitorische Summationspotentiale, Prinzip des ausgeschobenen Urteils und noch ein paar, die wir an dieser Stelle nicht verraten wollen.)
  • durch kübernetische Regelkreise erfolgt eine retrograde Betrachtung der getroffenen Entscheidungen

IMPERIA wurde als .NET Softwarekomponente realisiert und kann damit in alle anderen unter .NET entwickelten Applikationen integriert werden. Sie steht also jedem interessierten Programmierer zur Verfügung.

Das erste Produkt von dekodi, dass IMPERIA verwendet ist unsere Softwarelösung zur Verbuchung von e-Commerce Daten NEXUS. Dekodi`s Lösung beinhaltet außerdem die im deutschen Steuerrecht geforderte Nachvollziehbarkeit (Stichwort: GoBD)  für jeden einzelnen Geschäftsvorfall.

Falls Sie weiterführende Informationen zu unserer Nexus Lösung benötigen kontaktieren Sie uns!


Stefan Kaumeier
dekodi - Deutscher Konverterdienst GmbH
Geschäftsführung

Weiterempfehlen

Newsletter Anmeldung

Bitte JavaScript aktivieren, um das Formular zu senden